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Eines Vaters Liebe

Macher*in
Leon Noel Schardt
Alter
25
Länge
89:35
Genre
Dokumentarfilm
Im Wettbewerb
2023
Auszeichnung
Hauptpreis GÜ (1000 Euro)
Inhalt
Nach der Trennung von seiner Freundin begibt sich der Filmemacher auf Spurensuche in seiner Familie und stößt auf Depressionen, Entfremdung und Kommunikationsverlust.
Jurybegründung
Der Film hat die Jury voll „geflasht“ wie man heute umgangssprachlich sagt. Nicht wegen seiner abendfüllenden Länge. Denn diese ganz persönliche Geschichte eines Filmstudenten spart die eigene Verletzlichkeit nicht aus und gibt tiefe Einblicke in seine Familiengeschichte über mehrere Generationen hinweg. Sie bringt zugleich ein großes gesellschaftliches Problem auf den Punkt. Nach dem Krieg musste die Generation der Großeltern hart arbeiten, um wieder Fuß zu fassen. Die Familie kam oft zu kurz, genauso wie persönliche Bedürfnisse. Aber man redete nicht darüber, war sprachlos oder unfähig für dauerhafte tragfähige Beziehungen. Erst die dritte Generation fängt damit an, das Versäumte aufzuarbeiten, die Familiengeschichte zu hinterfragen. Leon Noel Schardt ist es mit seinem Film gelungen, ohne moralisierende Haltung eine eigene Position zu finden und die Notwendigkeit eines solchen Generationendialogs zu unterstreichen.

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