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Macher*in
Friedrich Thorwald und Maximilian Haen
Alter
20 und 23
Länge
7:54
Genre
Filmessay / Kamerafilm
Im Wettbewerb
2019
Auszeichnung
Hauptpreis Jahresthema (1000 Euro)
Inhalt
Filmisch reflektierte Erinnerungen des Filmemachers an seinen Onkel, der vier Jahre zuvor in Berlin Selbstmord beging.
Jurybegründung
Mit seinem Regiedebüt erprobt Friedrich Thorwald zusammen mit seinem Studienkollegen Maximilian Haen Möglichkeiten des kreativen Umgangs mit dem Medium Film unter Einbindung von privatem Archivmaterial. Zugleich leistet er Trauerarbeit über den Tod seines Onkels, der sich nach mehrfachen vergeblichen Suizidversuchen das Leben genommen hat. Der als introspektive Studie intendierte Film bietet fragmentarisch anhand von verlesenen Tagebuchaufzeichnungen und YouTube-Aufnahmen des Onkels Einblicke in dessen Leben. Dieser gab sich nach außen hin als fröhlicher Mensch, innerlich war er jedoch stark vereinsamt. Ergänzt werden diese Archivmaterialien durch persönliche Erinnerungen und Begegnungen des Neffen mit dem Onkel, eine Spurensuche vor Ort des Tathergangs sowie allgemeine filmische Reflexionen zum Thema Suizid. Eine fast poetische Betrachtungsweise in ruhigen und intensiven Bildern, sehr dicht erzählt, wobei vor dem Hintergrund einer biografischen Beziehung zwei unterschiedliche Sichtweisen zum Ausdruck kommen.

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