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Ist viel besser hier

Macher*in
filmzeit
Alter
63 und 65
Länge
10:30
Genre
Dokumentarfilm
Im Wettbewerb
2005
Auszeichnung
2. Preis (600 Euro)
Inhalt
Russlanddeutsche Jugendliche – in ihrer alten Heimat Kasachstan haben sie ihre Freunde und Erinnerungen zurückgelassen, in der neuen Heimat wohnen sie im Übergangsheim und haben neue Freunde gefunden – russische Freunde. Sie haben Schwierigkeiten, besonders mit der Sprache, aber auch mit der Anerkennung: „Russen, das klingt irgendwie aggressiv“.
Jurybegründung
Heidi und Wolfram Weisse schaffen mit „Ist viel besser hier“ eine positiv ausgerichtete Milieustudie über das Leben russlanddeutscher Jugendlicher in Bayern. In den Interviews mit den Jugendlichen wird die Aufstiegsorientierung als wesentliches Element der Auswanderung deutlich: „Besser hier als dort. Was ich hier habe, hatte ich dort noch nie: Playstation, eigener Fernseher.“ Der Preis für dieses vermeintlich bessere Leben sind immer die Freunde, die zurückgelassen wurden. Die Filmemacher lassen den jugendlichen Protagonisten Raum, ihre Einschätzung des Lebens in Deutschland unkommentiert zu formulieren. Der gute und respektvolle Kontakt zwischen den Jugendlichen und den Autoren ist immer spürbar. Der Film ist eine völker- und generationenverbindende Annäherung und setzt das Thema „Abenteuer Deutschland“ filmisch und menschlich in hervorragender Weise um.

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