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Melissa

Macher*in
Figen Ünsal
Alter
24
Länge
15:00
Im Wettbewerb
2006
Auszeichnung
Förderprämie
Inhalt
Melissa ist ein junges Mädchen, das auf der Suche nach Liebe ist. In einer übersexualisierten Welt sind ihre Versuche zum Scheitern verurteilt. Sie versucht die Erwachsenen nachzuahmen, begreift aber nicht wonach sie sich eigentlich sehnt. Im Frisörsalon ihrer Mutter durchlebt sie Lust und Schmerz der Erotik.
Jurybegründung
Melissa wandelt auf den Spuren von Lolita. In einer stark sexualisierten Umwelt sucht eine junge Frau nach ihrem Ausdruck für ihre Sexualität und nach Intimität. Die Filmemacherin Figen Ünsal beschreitet mit ihrer Protagonistin einen verstörenden Weg auf der Suche nach Liebe. Wo findet sie das Glück und wie findet Melissa zu ihrer eigenen Entfaltung in einer Umgebung, die Frauen nur als Lustobjekte kennt und in der die Liebe stets Aggression mit sich trägt. Für Melissa gibt es keinen einfachen Weg, dies macht Figen Ünsal auf erschütternde Weise klar. Ihre filmische Studie besticht durch die Tragik ihres hermetischen Lustkosmos’ und durch feine Sensorik in der Zeichnung des Milieus.

Interview mit den Filmemacher:innen

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