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Tante Anna und ein Schloss

Macher*in
Elmar Maurus
Alter
81
Länge
15:07
Genre
Dokumentarfilm
Im Wettbewerb
2017
Auszeichnung
Hauptpreis 50+ (1000 Euro)
Inhalt
Durch einen tragischen Unfall mit Kopfverletzung ist die Tante geistig behindert. Viele Jahre später wird sie im Nationalsozialismus zum Euthanasieopfer. Recherchen der Nachfahren möchten ihr Schicksal dem Vergessen entreißen.
Jurybegründung
„Tante Anna und ein Schloss“ ist ein sehr bewegender Film, der von persönlicher Betroffenheit getragen ist. Von einer ganz individuellen Geschichte schlägt er den Bogen auf eine Geschichte mit historischen Dimensionen. Geschickt streut der nüchtern gehaltene Kommentar immer wieder Andeutungen ein, die für Spannung sorgen. Diese hält sich über die Gesamtlänge des Films und endet erst mit einer besonders eindrucksvollen Sequenz am Grab. Auf der privaten wie gesellschaftlichen Ebene wird auf beeindruckende filmische und menschlich bewegende Weise eine Tragödie Schicht für Schicht aufgedeckt, um sie nach vielen Jahren des Schweigens der Vergessenheit zu entreißen. In „Tante Anna und ein Schloss“ von Elmar Maurus hat die ganze Familie dazu beigetragen, um – stellvertretend für Hunderttausende von Euthanasieopfern in der Nazizeit – der eigenen Tante zu gedenken.

Interview mit den Filmemacher:innen

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